Within the Ancient Forest (Novel)
by Andrew Tompkins

 

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WITHIN THE ANCIENT FOREST

All lyrics written by Andrew Tompkins

~Complete Translation into German by Patrick Maiwald
Komplettübersetzung von Patrick Maiwald~

 

Kapitelübersicht

 

0. Vorwort (Preface)

I. In Exordium (In Exordium)

II. Das Lied des Alten (Song of the Ancient)

III. Ich bin nicht am Leben (I am not Alive)

IV. Das Grab, meine Seele (The Grave, my Soul)

V. Fort ist mein einstiger Entschluss (Gone is my Former Resolve)

VI. Von meiner düstersten Stunde (Of my Darkest Hour)

VII. Die Dunkelheit stirbt (Darkness Dies)

 

0. Vorwort

Der Handlungsverlauf dieses Albums basiert vollständig auf dem vom Sänger Andrew Tompkins verfassten Roman „Within the Ancient Forest". Der Roman, der im Fantasy-Genre verfasst worden ist, erzählt die Geschichte von Dé-nyl, einem jungen Mann, der in einem Land, in welchem Unsterbliche, Drachen, Magie und die Mächte der Dunkelheit ständig präsent sind, nach der letztendlichen Wahrheit und der Bedeutung des Lebens sucht. Die Suche führt ihn schließlich zum legendären Feuerbaum und zur Unsterblichkeit. Die Geschichte ist eine allegorische Darstellung Andrews eigener erfolgreicher Suche nach der absoluten Wahrheit und der Bedeutung des Lebens.

Wenn Sie die Texte lesen, werden Sie feststellen, dass das Album an sich nur einen geringen Einblick in diese fantastische Geschichte gewährt. Kurz gesagt: Das Album ist ohne den Roman nicht komplett.

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Paramæcium
PO Box 17
Belgrave 3160
Australien.

~Anmerkung zu dieser Übersetzung: Teile des Textes, die zwar im Booklet stehen, auf der CD jedoch nicht zu hören sind, stehen in eckigen Klammern. Für das Textverständnis hilfreiche Bedeutungserklärungen englischer Namen sind hinzugefügt worden; sie stehen in runden Klammern.

 

I. In Exordium
(T: Andrew Tompkins; M: Jason De Ron)

Ein Pfuhl voll Wasser, kristallklar und schimmernd, unter dem Lichte eines sehr alten Mondes. Des Wassers kalte Ruhe, majestätisch und in himmlischer Stille veredelt, wird kurz unterbrochen durch das Hinübergleiten eines einzelnen Gefährtes; das Boot, welches den Einsamen trägt; den bemäntelten Jüngling von traurigem Gemüte und betrübtem Wesen.

Rechtzeitig, und nicht zu früh, erreicht das Gefährt unterhalb des Überhanges von müdem Geäste die Aufdammung, der Jüngling sich am Ufer niederlassend. Er umhüllt sich mit dem Mantel, um sich gegen die Strenge der Nacht zu wärmen, und auf seinem umwickelten Handgelenke wartet der Falke, bis dass das Morgenlicht enthüllt, was von der Landschaft unsichtbar ist.

Während das Boot sich unbemerkt fortbewegt, legt er sich unter einem Baume nieder, um zu ruhen, und ich kenne diese Geschichte gut, wie man sie kennen sollte, von ihm, welcher ich selbst bin.

II. Das Lied vom Alten
(T: Andrew Tompkins; M: Jason De Ron, Andrew Tompkins)

Das Lied, welches ich vernehme, während ich die Wälder im trüben Lichte des Morgengrauens durchschreite, erklingt und wird auf sanft säuselnden Winden durch die Stille dieses frühen Morgens getragen.

„Auf dem Hügel, östlich des Forstes, stand der Greis in Gedanken versunken; starrend, nachdenklich und in sich gekehrt. Seine alten Hände mit den langen, dünnen und doch runzeligen Fingern umklammerten den hölzernen Stab. Dieser war wohlvertraut mit seiner Hand, krumm und doch stark. Wie viele Male? Wie oft hatte er bereits an ebendiesem Orte gestanden, in sich gekehrt, in Überlegungen versunken? Eine leichte Brise kam um ihn herum auf, seine durch Alter und Weisheit von Jahren ergrauten Haare und Strähnen seines Bartes zu kräuseln. Er hatte viel gesehen, vieles erlebt und Freunde in den versteckten Welten gekannt. Doch das war vorher; vor dem Falle. Er blickte nach unten, auf ein Meer von Rührigkeit, den Forst, welcher von Leben und Lebensformen wimmelte. Doch Lebensformen sind nur ein Mittel, durch welches die Natur des Alten ausgedrückt werden kann; die Natur dessen, der in den versteckten Wäldern weilt. Der Greis denkt: ‚Ich bin nicht geworden, was beabsichtigt war, und doch absichtlich geworden.' Und also büßte er, dem menschlichen Herzen unterworfen, ein, was sein gewesen war; das Unbegreifliche für das Begreifliche, das Unvergängliche für das Sterbliche."

Inzwischen bin ich trunken von der Mehrdeutigkeit der Geschichte, ich erkenne mich selbst im Greise wieder, und schließlich dämmert es mir, und ich werde mir über die Natur der Menschheit und meiner selbst bewusst, und ich lege mich nieder, um zu weinen.

„In seiner Jugend schwang der Greis das Schwert des Garen, doch nun nicht mehr. Und dennoch besagt die Legende, dass der Mensch eines Tages die zweischneidige Klinge von neuem schwingen werde, Völker und Festungen und gar Mächte jenseits dieses Reiches zu erobern."

Ich erhebe meine Augen, während das Lied ein Ende findet, und eine fremde Gestalt nähert sich mir, als wäre sie ein Freund. Sie streckt ihre Hand aus; ich ergreife sie und erhebe mich. Stehend sieht sie mir in die Augen. „Dé-nyl (engl. „Leugnung", "Verweigerung"), wir haben einen langen Weg vor uns. Es gibt so viel, zu viel, das ich dir zeigen muss.

Wenn es die Wahrheit ist, die du suchst, ist sie allein beim Alten, dessen Gesicht niemals gesehen wird. Er verweilt in den versteckten Welten und kann nur mit dem Schwerte des Garen in der Hand gefunden werden. Lass uns von diesem Orte fortgehen."

Ich war erleichtert zu erfahren, dass ich bei meiner Suche nicht allein sein würde. An jenem Tage wurde Destiny (engl. „Schicksal") zu meiner Führerin. Ich ließ meinen Falken los, der Vogel segelte hoch und ungebunden über den Baumkronen des Forstes. Und dennoch verblieb die nachhallende Erinnerung an jenen tragischen Fall in meinem Herzen; die armselige Natur der Menschheit und meiner selbst. Bin ich, der ich zu sein glaube? Bin ich überhaupt am Leben?

III. Ich bin nicht am Leben
(T: Andrew Tompkins; M: Andrew Tompkins, Jason De Ron)

Ich bin nicht am Leben, obwohl sie sagen, ich sei es doch. Dies entspricht der gewichtigen Folgewidrigkeit des Menschen, Lügner der ich bin, ich bin überhaupt nicht am Leben, überhaupt nicht am Leben, nein. Ich bin nicht am Leben.

Unzählige Jahre habe ich bei meiner Suche gebraucht, oder so scheint es zumindest, nach dem Willen der Forderung meines Lehrers nach Wahrheit, nach dem Sinne, nach Leben. Doch was ist mit diesem Tage? Was ist mit meiner Existenz? Wie kann ich beten zu dem, was ich nicht wahrnehmen kann?

Destiny würde gerne sehen, dass ich blind ohne einen eigenen Gedanken folge. Doch wenn ich über den morgigen Tag nachsinne, wird mein Herz zu Stein. Warum bin ich niemals zufrieden? Warum lebe ich mit ständigem Schmerze? Ist das Leben bloß verstreichende Zeit, bis dass ich sterbe, um fortan niemals mehr aufzustehen?

Die Sonne ist fort, sie bringt das Dunkel, die Dunkelheit läutet die Nacht ein. Ich kann nicht schlafen, meine Augen sind weit offen, es ist die längste Nacht meines Lebens. Ich bin verleugnet worden, mein Leben ist fort, wo ist mein Atem? - Ich muss wohl gestorben sein. Meine Stunde ist gekommen, meine Tränen sind trocken in meinen Augen, das Leben wird verweigert. Ich bin kalt, ich sterbe, ich bin kalt, ich sterbe.

In meinem Elend erinnere ich mich an die Worte, welche mein Lehrer zu mir sprach: „Es wird nicht ausreichen, bloß zu existieren, mein junger Freund. Am Leben zu sein bedeutet nicht, zu leben, du musst das Leben haben." [Destiny, meine Begleiterin, die seit manch einem Tage mit mir zieht, erleuchtet meine umherschweifenden Gedanken folgendermaßen:] „Die Tatsache, dass es dein äußerstes Verlangen ist, sowohl die Wahrheit als auch das Leben zu erlangen, während du in ständigen Ungewissheit und der Allgegenwart des Todes lebst, legt nahe, dass der Zustand, in welchem du dich befindest, nicht von deinem eigenen Betragen zeugt; sie legt nahe, dass du einmal Zufriedenheit und Leben hattest, wovon du weggelockt worden bist. [Dies ist der Fall, jene große Tragödie des Menschen. Um sowohl die Wahrheit als auch das Leben zu erlangen, kann die Vernunft allein nicht genügen.] In dir selbst wirst du beides nicht finden, denn dort liegt Verwesung und Tod. Und es liegt kein Sinn darin, außerhalb deiner selbst zu suchen, denn dies ist, fürchte ich, nur die Natur. Vernunft allein kann nicht genügen. Du musst im großen Jenseits suchen, beziehe die versteckten Welten in deine Berechnungen ein. Du musst im großen Jenseits suchen, erkenne den Alten und sein Rufen an. [Hierzu wirst du Glauben, das Beharren auf ungesehene Dinge, benötigen, denn Vernunft allein wird niemals genügen.] Denn es sind größere Dinge jenseits des Himmels als in der Gesamtheit der Schöpfung. Es sind größere Dinge jenseits des Himmels als in allem, was du überschaust."

Die Geister heulen, sie wollen mich jetzt, aber ich widersetze mich, ich werde nicht sterben. Ich brauche die Wahrheit, dies ist meine Suche, ich werde nicht ruhen, bis ich das Licht finde.

IV. Das Grab, meine Seele
(T: Andrew Tompkins; M: Andrew Tompkins, Jason De Ron)

[In der Ferne fliegt mein Falke, kreist über eine Lichtung im Forste. Plötzlich vernehme ich seine Schreie, während er auf die Erde und seinem Tode zu fällt. Ich verlasse Destiny und eile in die Richtung seines letzten Schreies. Ich betrete die Lichtung und halte in plötzlichem Schrecken inne, während ich einen widernatürlichen Anblick alter, gefallener Bäume zu Gesichte bekomme.]

Dies ist ein versteinerter Forst, ruhig und still, vollkommen bewegungslos bis auf den Fleck meiner eigenen Gestalt. Der Bann des Alters hat seine böse Absicht mit diesem geweihten Boden verflochten, als der Forst unter den grauen Wolken erschüttert wurde. Während ich mich mit Behutsamkeit und Respekt gegenüber den Toten fortbewege, fühle ich mich abgestoßen von dem Anblicke, der sich mir bietet &endash; wie diese Riesen gefallen sind. Ihre Erhabenheit, ihre Macht und alles, was ihr Dasein ausmachte, sind wie Staub zu Boden gefallen und zur Erde zurückgekehrt. Ich weiß nicht warum.

[Ich flehe Destiny um eine Antwort an, während sie ankommt und es mit folgenden Worten erklärt:] „Es zollt dem verwunschenen Regen seinen Tribut, denn von allem, was gewesen ist, bleibt Weniges übrig. Jene grauen Blumen, welche du siehst, sind bloß eine geringe Reflexion dessen, was von der Menschheit übrig ist. Diese sprachen die Gesetze von einst und zogen es dennoch vor, dem Alten ungefällig zu sein, indem sie ebensolche Verordnungen durch ihre Werke schmähten. [Der Fluch des Menschen besteht darin, dass er bis zu dem Tage, an welchem er stirbt, ein Pfandstück ist, von welchem erwartet wird, dass es nach den Lügen der Tradition lebe.] Die Beschaffenheit des Menschen scheint es zu sein, alles auf die Tradition zu beschränken."

Ich schreite über die gefallenen Baumstämme hinweg, als würde ich gezogen, und finde meinen gefallenen Freund, meinen Falken, verlassen vor. Ich hebe seinen leblosen Körper auf und hoffe, dass er auf irgendeine Weise frei ist. Während ich ihn halte, bemerke ich etwas, was mag es sein?

In einer bejahrten Eiche liegt in Quarz eingebettet die Gestalt eines alten Kriegerschwertes. Nun anzunehmen, dass dieses etwas mit der Legende zu tun hätte, wäre eine Träumerei gewesen, doch die Möglichkeit zu ignorieren konnte ich mir nicht erlauben. Ich griff nach einem Steine in meiner Nähe und begann, den Quarz fortzuschlagen, während Kristallsplitter flogen und mir ins Fleisch schnitten. Als der goldene Schwertgriff freilag, zog ich mit all meiner Kraft, bis dass das Schwert schließlich aus seinem quarzenen Grabe freigelassen wurde. Und als ich das Schwert aufhob, auf dass das ganze Land es sähe, wurde ich erfüllt mit einer Kraft, die meine dunkelsten Träume überstieg.

[Destiny nähert sich lächelnd und spricht: „Das Schwert des Garen besitzt die Macht, sowohl Leben als auch Tod zu spenden", während ich zusehe, wie mein Falke mit dem Winde davonfliegt und von neuem über dem Forste kreist.

Dem Vogel folgend lassen wir die Lichtung hinter uns und betreten den Forst, und sogleich bin ich bestürzt. Das Schwert hat meine Sehfähigkeit beeinträchtigt und mich befähigt, Dinge zu sehen, welche ich noch nie zuvor bemerkt hebe. Unter den Bäumen sind Tausende von Gräbern; ein Friedhof für die Lebenden. Namenlose Grabsteine, von grauen Blumen wild überwuchert.]

V. Fort ist mein einstiger Entschluss
(T: Andrew Tompkins; M: Andrew Tompkins, Chris Burton)

Die Toten, welche nicht nach Leben verlangen, ich weiß nicht, warum sie dort liegen und vor sich hintreiben. Sie ruhen dort aller Gedanken bar, des Lebens beraubt, und versinken in Trübsal.

Manchmal schreien sie auf, wenn ihnen das Leben geraubt wird. Das Leben ist kein Traum, und der Tod kennt kein Ende. Wir müssen alle sterben.

Indem ich mit dem Schwerte an den Grabhügeln in der Erde umherhacke, versuche ich, die Toten wieder zum Leben zu erwecken, bekomme jedoch nichts für meine Mühe. Die Leichen liegen in unterschiedlichen Stufen der Verwesung um mich herum, und so sehr ich es auch versuche, vermag ich nicht, ihnen den Tag zu erleuchten. Sogar auf die Berührung des Schwertes hin weigern sie sich aufzuwachen.

Und ich weiß, dass sie das Leben nicht suchen. Und ich weiß, dass es ihnen gefällt, für immer zu verrotten. Auch hat ihr Leben keinen Wert, da sie in ihren Augen die Wahrheit hassen, selbst wenn diese sie befreien würde. Nun ist nicht die Zeit zu erwecken.

[Mein Verstand empfindet Widerwillen gegen diese Offenbarung. Wie kann es sein, dass sie still in ihren Gräbern ruhen und dem Leben Widerstand leisten, selbst wenn es an den Strängen ihrer Herzen zieht; wie können ihre kalten Augen stets die Wahrheit ablehnen?]

Ich renne los mit dem einzigen Wunsche, jenen hasserfüllten Ort zurückzulassen. Ich betrete verfinstertes Erdreich, wo Dé-syr (engl. „Begierde") bereits seit dem Tage meiner Geburt auf mich wartet. Ich überquere die Brücke der Gnade entlang eines vielbeschrittenen Pfades, um mein Fleisch in jener zu befriedigen, welche Dé-syr genannt wird.

Trübsal, mein Nachsinnen. Liebende Stunden verstrichen, ich verbrachte mein Leben damit, Trübsal zu erhoffen. Deine kalte Umarmung fühlte sich damals wie Liebe an, doch nun weiß ich, dass ich dich kostete, die Trübsal.

VI. Von meiner düstersten Stunde
(T: Andrew Tompkins; M: Andrew Tompkins, Chris Burton, Jayson Sherlock)

Müdigkeit überkam mich, meine Erwägung, erneut nachzugeben, wurde mit der Zeit bekräftigt. Doch die Durchdringlichkeit des Versprechens: „Du wirst nicht über deine Kraft zu widerstehen hinaus versucht werden" lag fest und wahrhaftig in meinem Herzen; das Fundament der Wahrheit, obwohl geschlagen, gegeißelt und von den Wogen der Unsicherheit bedeckt, blieb unerschüttert und unangetastet.

„Bleibe bei mir!" [, flehte Dé-syr mich an.]

Diese, die letzten Momente meiner düstersten Stunde, dienen dazu, meine Zuversicht auf die Macht zu bestärken. Ich überwinde die Versuchung, doch der Drache droht: „Denn dein ist die Stunde, doch mein ist der Tag."

Ich rang lange Zeit, um die dunkle Seite zu verlassen, denn das Leben ist ein Augenblick, und der Tod die Ewigkeit.

Fern vom Himmel ruft meine Seele. Fern vom Himmel fallen meine Tränen. Verschmähte Gesichter überall wenden ihr Antlitz von den Lüften ab. Sie geben unbekümmert ihre Herzen auf, während sie ihr Antlitz abwenden. Fern vom Himmel schwinden meine Gedanken. Fern vom Himmel zerfließt mein Leben. Stets tötet der Einbruch der Nacht die Sonne, und die Sterne verführen jeden. Sie klimmen, um auf die Sorglosen Acht zu geben, während die Nacht stets einbricht ...fern.

VII. Die Dunkelheit stirbt
(T: Andrew Tompkins; M: Jason De Ron)

[Entfernte Stimmen beginnen zu singen:]

„Nun ist das Feuer am Brennen,
macht Platz für seinen Schein;
lasst die ihren Tod erkennen,
die meinen, am Leben zu sein.
Über Äonen verstrichener Zeit
kommen viele Namen zusammen;
des Alten Geist ist's, der verleiht
das Brennen seinen treuen Flammen.

[Lasst die Menschheit brennen mit dem Feuer des Geistes.]"

Dem goldenen Pfade zum brennenden Baume hin folgend halte ich inne, bevor ich in die Schlossmauern eintrete. Während die Dunkelheit stirbt, wird das Licht der Wahrheit geoffenbart.

Ich beuge die Knie, am Throne des Lebens anzubeten. „Ich habe deine Suche mit großem Interesse verfolgt" [, sprach der König, während meine Augen sich erhoben, die seinigen zu treffen]. „Viele haben bereits dort gestanden, wo du stehst, und viele werden in späteren Tagen dort stehen."

Der Feuerbaum, der Baum, welcher brennt, und doch niemals aufgezehrt wird. Der Feuerbaum, an welchem ein Mensch starb, der Menschheit das Leben zu bringen.

Wer war er, dieser Mann, der starb? Wer war er? - „Dieser Mann war Gott."

[Ich kam zum Throne, das Leben und die Wahrheit zu suchen, doch nun, da alles in meinem Leben beginnt, an seine Stelle zu fallen, lerne ich vom König, dass das Leben im Tode verborgen liegt; einem selbst zu sterben ist die Wahrheit des Heils und des ewigen Lebens.]

[Der König wandte sich mir ein weiteres Mal zu, indessen er sprach:] „Einst warst du dein Eigen, doch nun gehörst du mir. Du hast meine Erlaubnis zu sterben. Gehe nun und stirb dir selbst."

[Und somit stieg ich, dem König gehorchend, in den Wasserpfuhl, meine alten Gewänder ablegend und mich weiter und weiter in die Tiefen hineinbewegend, während das Wasser mich verschlang. An jenem Tage trat ich in ein neues Leben ein und wurde in der Gegenwart des allmächtigen Königs von neuem geboren.]

 

„Jesus antwortete: ‚Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn einer nicht geboren wird von oben, aus Wasser und Geist, kann er das Reich Gottes nicht sehen.'"

~Johannes 3:3.5

„Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes."

~Römer 3:23

„Der Sünde Sold ist der Tod; die Gnadengabe Gottes aber ist ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

~Römer 6:23

„Wenn du mit deinem Munde bekennst: ‚Herr Jesus' und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten erweckte, wirst du das Heil empfangen."

~Römer 10:9

 

© Paramæcium 1996.